Du gehst und stehst auf stabilerem Grund als du glaubst

Du gehst und stehst sicherer als du denkst
Kennst du dieses Gefühl, wenn der Boden unter deinen Füßen nachgibt? Wenn Pläne zerbrechen, Beziehungen wanken oder die Kraft einfach nicht mehr reicht? In solchen Momenten fragst du dich vielleicht: Wo ist mein Halt? Worauf kann ich mich noch verlassen? Denke immer daran: Du gehst und stehst sicherer als du denkst.
Die Sehnsucht nach Sicherheit ist tief in uns verwurzelt. Wir suchen sie in Beziehungen, im Beruf, in unserer Gesundheit. Doch wenn diese Säulen ins Wanken geraten, spüren wir unsere Verletzlichkeit. Genau dann flüstert Gott uns zu: Du stehst sicherer, als du denkst. Nicht weil deine Umstände stabil sind, sondern weil Er es ist.
Warum wir uns manchmal haltlos fühlen
Unsicherheit gehört zum Leben. Veränderungen, Überforderung, enttäuschte Erwartungen, all das kann uns den Boden unter den Füßen wegziehen. Besonders als Frau, die Familie, Beruf und vielleicht noch ehrenamtliche Verpflichtungen jongliert, ist dir dieses Gefühl der Erschöpfung vielleicht bekannt. Du gibst so viel, und manchmal fragst du dich: Reicht das alles? Bin ich stark genug?
Diese Gefühle sind real und berechtigt. Doch sie erzählen nicht die ganze Wahrheit. Denn während du dich fragil fühlst, hält dich ein Fundament, das niemals wankt. Gottes Treue ist kein Versprechen für die guten Tage, sie ist deine Standfestigkeit gerade in den stürmischen Zeiten.
Gottes Zusagen als Fundament
Gott hat uns nicht auf unsichere Erde gestellt und gesagt: „Mach dann mal! Viel Glück!“ Er selbst ist der Fels, auf dem wir stehen. In Psalm 18:3 heißt es:
„Der HERR ist mein Fels und meine Burg und mein Erretter, mein Gott, mein Hort, auf den ich traue, mein Schild und Horn meines Heils, mein Schutz.“
Dieser Fels bewegt sich nicht mit deinen Umständen. Er bleibt, wenn Gefühle schwanken, wenn Menschen enttäuschen, wenn die Kraft schwindet. Das ist die Sicherheit, die wir suchen, nicht das Ausbleiben von Stürmen, sondern ein unerschütterliches Glaubensfundament unter unseren Füßen.
Biblische Zusagen für unsichere Zeiten
Vertrauen lernen: Beispiele aus der Bibel
Die Bibel ist voll von Menschen, die gelernt haben, auf Gottes Halt zu vertrauen, oft in aussichtslosen Situationen.
Psalm 18 beschreibt, wie David in tiefster Not zu Gott schrie und Rettung erfuhr. Sein Lobpreis kommt aus seiner Erfahrung: Gott ist verlässlich. Er sagt in Vers 2: „Herzlich lieb habe ich dich, HERR, meine Stärke!“ Diese Zuversicht entstand nicht in komfortablen, sondern in den harten Zeiten.
In Jesaja 26:3-4 finden wir eine Zusage, die direkt in unser Herz spricht: „Wer festen Herzens ist, dem bewahrst du Frieden; denn er verlässt sich auf dich. Darum verlasst euch auf den HERRN allezeit, denn Gott der HERR ist ein Fels ewiglich.“ Frieden kommt nicht durch perfekte Umstände, sondern durch bewusstes Vertrauen.
Jesus selbst gibt uns ein starkes Bild in Matthäus 7:24-25: „Wer diese meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, fiel es doch nicht ein; denn es war auf Fels gegründet.“ Auf Gottes Wort zu bauen bedeutet Standhaftigkeit – nicht das Fehlen von Stürmen, sondern die Gewissheit, dass das Fundament trägt.
Und in Hebräer 13:8 bekommen wir eine Zusage, die durch alle Zeiten gilt: „Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit.“ Während sich alles um uns herum verändert, bleibt Er konstant. Diese Beständigkeit ist unser Anker.
Gottes Charakter: Ein Fels, der bleibt
Was macht Gott zu einem sicheren Fundament? Sein Charakter. Er ist treu, auch wenn wir zweifeln. Er ist liebevoll, auch wenn wir versagen. Er ist stark, auch wenn wir schwach sind.
In 5. Mose 7:9 lesen wir: „So sollst du nun wissen, dass der HERR, dein Gott, allein Gott ist, der treue Gott, der den Bund und die Barmherzigkeit bis ins tausendste Glied hält denen, die ihn lieben und seine Gebote halten.“ Seine Treue ist keine aufgesetzte Freundlichkeit, sie ist Sein Wesen.
Diese Sicherheit dürfen wir im Herzen tragen. Nicht als naive Hoffnung, dass alles leicht wird, sondern als tiefe Gewissheit: Der Grund, auf dem ich stehe, trägt mich. Gott bleibt, auch wenn ich wanke.

Schritte & praktische Tipps zu mehr Standhaftigkeit im Alltag
Wie können wir diesen stabilen Grund im hektischen Alltag spüren? Hier sind einige Anregungen, die dir helfen sollen, Halt im Glauben zu finden:
Schaffe kleine Inseln der Stille. Du musst keine stundenlangen Andachten halten. Fünf Minuten am Morgen mit einer Tasse Tee und einem Bibelvers können dein Herz ausrichten. Beginne mit Versen, die von Gottes Treue sprechen. Lies sie laut, lass sie in dein Herz sinken.
Sprich ehrlich mit Gott. Er kennt deine Zweifel, deine Erschöpfung, deine Ängste bereits. Du musst nicht stark tun. Psalm 62:9 ermutigt uns: „Vertraut auf ihn allezeit, liebe Leute, schüttet euer Herz vor ihm aus; Gott ist unsre Zuversicht.“ Diese Ehrlichkeit schafft Nähe.
Umgib dich mit Ermutigung. Vielleicht ein Vers an deinem Badezimmerspiegel, ein ermutigender Podcast beim Autofahren oder eine Freundin, mit der du offen reden kannst. Gemeinschaft stärkt unseren Glauben und erinnert uns daran, dass wir nicht allein unterwegs sind.
Beten und zur Ruhe kommen
Gebet ist mehr als Worte, es ist das Eintauchen in Gottes Gegenwart. Und wenn dir die Worte fehlen, ist das auch völlig okay. Manchmal ist Beten einfach ein tiefes Seufzen und ein stilles Sein in Gottes Gegenwart: „Gott, ich schaffe das nicht allein.“ Das ist genug.
Philipper 4:6-7 gibt uns eine Zusage:
„Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden! Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, wird eure Herzen und Sinne bewahren in Christus Jesus.“
Zur Ruhe kommen bedeutet nicht, alle Probleme gelöst zu haben. Es bedeutet, sie bei Gott abzulegen und zu vertrauen, dass Er trägt, was uns zu schwer ist.
Gottes Zusagen festhalten
Schreibe dir Bibelverse auf, die dein Herz berühren. Lies sie immer wieder. Sprich sie über deinem Leben aus. Josua 1:9 erinnert uns:
„Siehe, ich habe dir geboten, dass du getrost und unverzagt seist. Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst.“
Diese Zusagen sind kein Wunschdenken, sie sind Wahrheit. Sie gelten dir heute, morgen, in jedem Moment der Unsicherheit. Gottes Wort ist dein Anker, wenn alles andere schwankt.
FAQ – Halt im Glauben finden
Wie finde ich Halt, wenn alles um mich herum wankt?
Halt findest du nicht in stabilen Umständen, sondern in Gottes unveränderlichem Charakter. Richte deinen Blick bewusst auf Seine Zusagen, nicht auf deine Gefühle. Bibelverse wie Psalm 18:3 oder Jesaja 26:3-4 erinnern dich daran, dass Er dein Fels ist.
Was bedeutet es, auf dem Felsen zu stehen?
Auf dem Felsen zu stehen bedeutet, dein Leben auf Gottes Wort und Seine Treue zu gründen. Es heißt, Ihm zu vertrauen, auch wenn du die Lösung noch nicht siehst. Diese Standfestigkeit kommt aus der Beziehung zu Ihm, nicht aus eigener Kraft.
Wie kann ich Gottes Treue in meinem Leben erfahren?
Indem du bewusst auf Seine vergangenen Führungen zurückblickst und Ihm im Gebet deine aktuellen Sorgen bringst. Gottes Treue zeigt sich oft in kleinen, alltäglichen Bewahrungen. Wenn du anfängst, sie wahrzunehmen, wächst dein Vertrauen.
Warum fühle ich mich trotz Glauben manchmal unsicher?
Gefühle sind real, aber sie sind nicht die ganze Wahrheit. Unsicherheit zeigt nicht mangelnden Glauben, sondern unser Menschsein. Gerade in diesen Momenten darfst du dich an Gottes Zusagen klammern. Sie gelten unabhängig von deinen Gefühlen.
Wie stärke ich meinen Glauben im Alltag?
Durch kleine, regelmäßige Schritte: Bibelverse lesen, ehrlich beten, Gemeinschaft suchen. Glaube wächst nicht durch große Momente, sondern durch treues Dranbleiben. Jeder Tag, an dem du dich für Vertrauen entscheidest, festigt dein Glaubensfundament.
Dein Fundament trägt, heute und morgen
Du gehst und stehst auf stabilerem Grund, als du glaubst. Nicht weil du alles im Griff hast, sondern weil Gottes Treue unerschütterlich ist. Seine Liebe trägt dich, wenn deine Kraft endet. Seine Zusagen bleiben, wenn alles andere vergeht.
Vielleicht fühlst du dich heute erschöpft, überwältigt oder unsicher. Das ist okay. Aber lass diese Gefühle nicht das letzte Wort haben. Gottes Wort spricht lauter. Er sagt:
„Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir und stehe dir bei; ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit“
Jesaja 41:10.
Du bist nicht allein. Du bist geliebt. Du stehst sicher – auf dem Fels, der niemals wankt.
Möchtest du mehr Ermutigung für deinen Alltag? Entdecke weitere inspirierende Artikel auf dem Blog, wie beispielsweise „Gott im Alltag begegnen“. Und sei ermutigt: Du bist wertvoll, du bist geliebt, du gehst und stehst auf festem Grund.