Gott im Alltag begegnen

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Gott im stressigen Alltag begegnen – Kleine Schritte mit großer Wirkung

„Ich schaffe es gerade einfach nicht zur Ruhe zu kommen. Zudem bleibt zwischen Job, Familie, Freunden und allen Verpflichtungen keine Zeit für Stille Zeit mit Gott.“

Kennst du das? Egal, ob Familie oder nicht – wir lieben es Zeit mit unseren Lieben zu verbringen. Zeit, in der wir auftanken und entspannen können. Zeit, in der wir bei anderen unsere Sorgen loswerden und einfach mal von unserem Alltag abschalten können. Damit bist du nicht allein. Wir alle kennen dieses Gefühl – die Sehnsucht nach Gottes Nähe, zur Ruhe kommen zu können bei Ihm und gleichzeitig aber das Gefühl, dass der Alltag uns völlig vereinnahmt. Doch was, wenn Gott genau in diesem Trubel zu finden ist, nicht nur in der perfekt vorbereiteten und routinierten stillen Zeit?

Gott wartet auf dich, nicht auf deine perfekten Umstände

Die gute Nachricht: Gott ist bereits da, ganz nah bei dir! Gott ist mitten in deinem chaotischen oder strack getakteten Alltag. Er liebt dich einfach! Ohne wenn und aber. Er wartet nicht wie du darauf, dass du endlich mal 30 Minuten freischaufeln kannst, oder dass dein Leben ruhiger wird. Er möchte dir in den kleinen Momenten zwischen Terminen, beim Wäscheaufhängen oder im Stau, beim Einkaufen oder in der Waschanlage begegnen.

Jesus lebte nicht abgeschottet von der Welt. Er kam genau in diese Momente rein. Er traf die Menschen in ihren Alltagsmomenten, während sie am Brunnen Wasser holten. Ebenso kam er auf sie zu, als diese gerade am Fischen waren. Jesus begegnete den Menschen, wo sie gerade waren – auf Straßen, in ihren Häusern, beim Essen, auf Feiern. Siehe hierzu Johannes 4:5-26, Lukas 5:1-11, Matthäus 9:9, Markus 10:46-52 sowie viele weitere
Und genau hier kannst auch du Gott begegnen im Alltag.

Jesus war mittendrin – bei Menschen, in ihren Sorgen und Freuden. Und genau hier können auch wir Gott begegnen im Alltag. An diesen Orten, in diesen scheinbar unwichtigen Momenten können wir Ihn heute auch finden.


Doch wie können diese Wege zu mehr Gottesnähe im Alltag ganz praktisch aussehen?

  1. Die 3-Minuten-Regel

Statt auf die perfekte halbe Stunde zu warten, fang mit drei Minuten an. Beim ersten Kaffee am Morgen, vor dem Einschlafen oder in der Mittagspause. Drei MInuten, in denen du bewusst atmest und Gott sagst: „Hier bin ich. Du auch? Ich möchte Dir gerne mal sagen, dass … .“

  1. Alltägliche Tätigkeiten als Gebetszeiten nutzen

Beim Duschen: Lass das warme Wasser über dich rieseln und stell dir dabei vor, wie Gottes Liebe dich warm umschließt.

Beim Autofahren: Wenn du wieder mal andere Autofahrer erziehen möchtest, halte inne – und danke Gott, dass du gerade deinen Safe Space um dich haben darfst und nicht gequetscht in den Öffentlichen feststeckst. Ein kurzes Dankgebet lenkt evtl. Ungeduld oder Groll auch wieder in wohltuendere Bahnen.

Beim Putzen: bitte Gott, auch dein Herz zu reinigen und neu zu machen. Oder bitte Ihn, deine vielleicht ausweglose Situation zu bereinigen und dir neue Sichtweisen zu eröffnen.

Beim Kochen: Danke Ihm für die Nahrung und bitte um Seinen Segen für deine Lieben.

  1. Kurze ‚Atem-Gebete‘ für zwischendurch
    Einmal tief ein- und wieder ausatmen – warum daraus kein Gebet machen? Hier ein paar Ideen für kurze Gebete, die du im Rhythmus deines Atems sprechen kannst:

Einatmen: „Jesus, du bist bei mir.“ – Ausatmen: „Ich vertraue dir.“
Einatmen: „Herr, gib mir Kraft.“ – Ausatmen: „Für dieses Gespräch.“

  1. Handy-Erinnerungen als Gebetsimpulse
    Stelle dir drei zufällige Handy-Erinnerungen am Tag mit einfachen Fragen ein:
    „Wo hast du heute schon Gottes Güte gesehen?“
    „Wofür bist du dankbar?“
    „Was beschäftigt dich gerade? Leg es vor Gott hin.“

Schleicht sich immer wieder ein Schuldgefühl ein, dass du nicht genug tust, um Zeit mit Gott zu verbringen?

Manchmal beschleicht uns das Gefühl, wir würden nicht genug für unseren Glauben tun. Oder wir denken, unser Glaube ist vielleicht zu klein, dass Gott in unserem Leben etwas bewegen möchte. Aber: Gott sieht dein Herz! Er weiß, dass du Ihn suchst, auch wenn es nicht immer vorbildlich und perfekt läuft. Seine Liebe ist nicht davon abhängig, wie viele Minuten du täglich betest, wie oft du in die Kirche gehst und den Gottesdienst besuchst. Auch nicht davon, wie oft du in der Bibel liest.

In Psalm 36:8 schreibt König David:


„Wie köstlich ist Deine Güte, Gott, dass Menschenkinder unter dem Schatten Deiner Flügel Zuflucht haben!“

Gottes Güte ist da – auch und gerade in unvollkommenen Momenten. Gottes Herz schlägt genau für all Seine unvollkommenen Kinder.


Schärfe deinen Blick für Gottes Gegenwart

Gott ist näher, als wir denken. Achte mal drauf. Vielleicht zeigt Er sich in der unerwarteten Hilfe einer Nachbarin, im Lächeln deines Kindes nach einem anstrengenden Tag, in der WhatsApp oder Nachricht eines Freundes, die genau im richtigen Moment kommt oder in dem Moment, wo sich plötzlich eine Lösung für ein Problem eröffnet.
Fang einfach an.
Du musst nicht dein ganzes Leben umkrempeln. Such dir ein oder zwei Ideen aus diesem Artikel aus und probiere sie diese Woche aus. Gott freut sich über jeden kleinen Schritt, den du auf Ihn zugehst.

Und denk daran: Es geht nicht um Perfektion, sondern um Beziehung. Und Beziehungen wachsen gerade auch in den kleinen, alltäglichen Momenten der Zweisamkeit.


Welche Idee spricht dich am meisten an? Ich würde mich freuen, in den Kommentaren zu lesen, wie du Gott in deinem Alltag begegnest.


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